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Frei-Schwimmer – Buch für Jugendliche krebskranker Eltern

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Die Idee für das Buch FREI-SCHWIMMER entstand aus der Überlegung heraus, wie sich Kinder fühlen, wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt ist, was ihnen vermutlich durch den Kopf geht und wie sie mit der lebensbedrohlichen Krebserkrankung von Mutter oder Vater umgehen. Wir erzählen die Geschichte der Teenager Linus und Lara, zweier Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Aber auch welche Rolle, deren Freunde und Mitschüler in deren Alltag spielen. Das Buch haben meine ehemalige Praktikantin bei NetDoktor.de, Varinka Voigt, und ich zusammen in vielen Stunden des Schreibens, Nachdenkens und intensiven, kreativen Diskussion verfasst. Sie hat mittlerweile ihre Doktorarbeit zum Thema Brustkrebs abgeschlossen.

FREI-SCHWIMMER wird in Kooperation mit der Selbsthilfegruppe Brustkrebs Deutschland e.V. voraussichtlich Ende 2016 erscheinen. Für die Grafiken und Illustrationen zeichnet Denis Bald von secretcreek.de. Das Buch ist kostenfrei in gedruckter Form, später auch elektronisch als eBook über die Website von Brustkrebs Deutschland e.V. erhältlich.

Zwillingskrebs – ein Schicksal, zwei Geschichten

cover_zwillingskrebsMit nur zwei Minuten Abstand kamen wir als eineiige Zwillinge auf die Welt, unsere Leben waren von Geburt an untrennbar miteinander verknüpft. Seitdem bauen wir fest aufeinander und vertrauen uns bedingungslos. Danebenstehen und einfach nur zusehen ist schwer, die Empathie ein Dauerzustand und ein Unbeteiligtsein unmöglich. Jahrelang teilten wir eine WG, absolvierten ein ähnliches Studium und managten eine Kneipe, nur Krankheit war für uns ein Fremdwort. Bestenfalls hatten wir Husten, Schnupfen, Heiserkeit.

Im Jahr 2008 nahm unser unbeschwertes Leben eine radikale Wendung. Im Abstand von zwei Monaten erhielten wir eine niederschmetternde Diagnose: Brustkrebs. Neun Monate lang durchliefen wir ein medizinisches Programm mit Operation, Chemotherapie, Strahlenbehandlung. Optisch waren wir keine Zwillinge mehr.

Das Buch Zwillingskrebs schildert zwölf Stationen, es ist eine Art «persönlicher  Kreuzweg». Für viele ist eine Krebserkrankung in Zeiten von «schön, fit und ewig jung» immer noch ein Tabu, wird bestenfalls in Chemotherapiezimmern und in der Familie verhandelt. Deshalb erzählen wir, wie man sich den Arzt zum Partner und die Krankheit nicht zum Feind macht, wie man sich Verbündete sucht und warum ein Netzwerk aus Freunden so wertvoll ist.

Fotostrecke aus Zwillingskrebs

 

In den größten Krisen stellten wir fest, dass Humor ein elementarer Bestandteil fürs Überleben ist. Skurrile und komische Situationen – und die gab es trotz allen Leids zuhauf – brachten uns immer wieder zum Lachen, auch auf den Krebsstationen. Deshalb haben wir unseren Wegbegleiter Achim Greser als Dritten in das Projekt eingebunden – zumal er selbst (freiwillig) Teil unserer Geschichte wurde. Er zeichnet seit Jahren im Duo «Greser & Lenz» für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Satirezeitschrift Titanic, das Nachrichtenmagazin Focus und früher für den stern. Als wir ihm vorschlugen, das Buch malerisch zu unterstützen, sagte er: «Witze und Krebs – das ist eine echte Herausforderung.»

Schnell wurde uns klar, dass wir viel zu wenig über Brustkrebs wussten, dass es buchstäblich jede Frau treffen kann. Rund 74. 000 Frauen erkranken jedes Jahr neu an diesem Tumor. Eine beängstigende Zahl, hinter der sich ebenso viele Tragödien verbergen. Ein Drittel der Frauen ist jünger als fünfzig – zu ihnen gehören wir. Einige davon haben wir in den langen Monaten unserer Behandlung kennengelernt. Dabei entstand auch die Idee für dieses Buch.

Je besser wir uns selbst mit der Krankheit auskannten, desto besser konnten wir mitreden und mündige Entscheidungen treffen. Ein Satz eines Freundes trug uns beide durch dunkle Momente: «Gewinne Zuversicht und Vertrauen, lerne Gelassenheit, das Schicksal lässt sich gemeinsam besser meistern.»

Wir hoffen, dass er auch anderen hilft.